Neuer öffentlich zugänglicher AED stärkt Notfallversorgung in Dietzenbach-Steinberg

Am Seniorenzentrum in der Siedlerstraße 66 wurde der erste öffentlich zugängliche Defibrillator, kurz AED, im Dietzenbacher Stadtteil Steinberg offiziell in Betrieb genommen. Gemeinsam mit der Seniorenarbeit der Kreisstadt Dietzenbach erweitert der Eigenbetrieb Rettungsdienst des Kreises Offenbach damit das Netz schnell verfügbarer Defibrillatoren im Kreisgebiet. Der neue Standort ist bereits auf der AED-Plattform des ERD registriert und direkt in das Voraus-Helfer-System eingebunden.

Von links: Ursula Lang (Abteilungsleiterin Seniorenarbeit), Sebastian Bergold (Projektleiter Voraus-Helfer-System), Kirsten Wolf (Sachgebietsleiterin Seniorenarbeit), Ulrike Kronenberger (Gemeindepflegerin), Julia Löhr (Gemeindepflegerin), Christel Meyer (Gemeindepflegerin), Holger Adler (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst).

Bewusst gewählter Standort am Seniorenzentrum

Der Standort am Seniorenzentrum wurde gezielt ausgewählt: In der unmittelbaren Umgebung leben zahlreiche ältere Menschen, das Seniorenzentrum wird täglich von vielen Bürgerinnen und Bürgern besucht und zudem finden dort regelmäßig Sport- und Bewegungsangebote statt. Damit halten sich viele Menschen im Umfeld des neuen AED auf.

Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Je früher mit Wiederbelebungsmaßnahmen begonnen und ein Defibrillator eingesetzt wird, desto besser sind die Überlebenschancen der betroffenen Person. Ein öffentlich zugänglicher AED kann deshalb wertvolle Zeit überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft.

„Mit der Installation des Defibrillators leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in diesem Stadtteil“, sagt Kirsten Wolf, Sachgebietsleiterin der städtischen Seniorenarbeit. „Unser Ziel war es von Anfang an, die Notfallversorgung für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und die ehrenamtlichen Ersthelfer bestmöglich zu unterstützen. Dass dieses Vorhaben nun gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Rettungsdienst umgesetzt werden konnte, freut uns sehr.“

Direkt ins Voraus-Helfer-System eingebunden

Der Defibrillator am Seniorenzentrum ist auf der AED-Plattform des Eigenbetriebs Rettungsdienst registriert und direkt in das Voraus-Helfer-System eingebunden. Bei einem gemeldeten Herz-Kreislauf-Stillstand können alarmierte Voraus-Helferinnen und Voraus-Helfer über die KATRETTER-App gezielt zu einem in der Nähe verfügbaren AED geleitet werden. So kann das Gerät schnell an den Einsatzort gebracht und eingesetzt werden.

„Seit Einführung der KATRETTER-App werden registrierte Defibrillatoren gezielt in die Alarmierung eingebunden. Befindet sich ein AED in der Nähe eines Notfalls, werden Voraus-Helfer direkt dorthin geleitet und können das Gerät innerhalb weniger Minuten zum Einsatz bringen“, berichtet Sebastian Bergold, Projektleiter des Voraus-Helfer-Systems beim Eigenbetrieb Rettungsdienst des Kreises Offenbach.

Bergold unterstreicht zugleich die Bedeutung eines flächendeckenden AED-Netzes: „Jährlich erleiden in Deutschland mehr als 120.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Jede Minute ohne Wiederbelebungsmaßnahmen und Defibrillation verringert die Überlebenschance erheblich. Ein dichtes Netz öffentlich zugänglicher Defibrillatoren ist daher ein wichtiger Baustein einer leistungsfähigen Notfallversorgung.“

Gemeinsam für schnelle Hilfe im Kreis Offenbach

Mit dem AED in der Siedlerstraße wird die Notfallversorgung in Dietzenbach-Steinberg weiter gestärkt. Zugleich zeigt das Projekt, welchen Unterschied engagierte Einrichtungen, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen für die Sicherheit vor Ort machen können: Bereits vorhandene öffentlich zugängliche Defibrillatoren sollten registriert werden, damit sie im Notfall von Voraus-Helferinnen und Voraus-Helfern schnell gefunden und genutzt werden können.

Bei der offiziellen Vorstellung des neuen AED waren Ursula Lang, Abteilungsleiterin Seniorenarbeit der Kreisstadt Dietzenbach, Kirsten Wolf, Sachgebietsleiterin Seniorenarbeit, sowie die Gemeindepflegerinnen Ulrike Kronenberger, Julia Löhr und Christel Meyer dabei. Den Eigenbetrieb Rettungsdienst des Kreises Offenbach vertraten Sebastian Bergold, Projektleiter des Voraus-Helfer-Systems, und Holger Adler, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst.

Sie möchten sich als Voraus-Helferin oder Voraus-Helfer engagieren, das System mit einer Spende unterstützen oder einen öffentlich zugänglichen AED melden? Alle Informationen finden Sie unter Voraushelfer